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Nicht nur nett: 7 natürliche Charakterbeschreibungen auf Deutsch

Aktualisiert: 5. Aug.


„Und? Wie ist dein neuer Kollege?“


„Hm … nett.“


Echt nett? Oder dieses „nett“, bei dem du eigentlich meinst: Na ja, ich weiß noch nicht so genau?


„Nein, nett ist er schon. Aber er ist auch ziemlich direkt. Im ersten Meeting hat er gleich gesagt, dass die Präsentation viel zu lang ist.“


„Oh.“


„Ja. Der Kollege, der sie vorbereitet hatte, war auch kurz still. Aber später hat der Neue ihm geholfen, die ganze Präsentation zu überarbeiten.“


„Also schwierig, aber hilfreich?“


„Irgendwie schon. Wobei … hilfreich ist hier vielleicht auch nicht ganz das richtige Wort.“


So klingt es schnell, wenn wir versuchen, einen Menschen zu beschreiben. Wir wissen eigentlich ziemlich genau, wie die Person ist. Uns fehlen nur die passenden deutschen Wörter.


Dann sagen wir eben:

„Er ist nett.“

Das ist natürlich nicht falsch. Aber echte Menschen sind selten nur nett oder nur unsympathisch. Jemand kann sehr direkt sein und trotzdem sofort helfen, wenn du ein Problem hast. Eine andere Person sagt auf einer Party kaum etwas, ist im Gespräch zu zweit aber plötzlich sehr offen.

In diesem Artikel lernst du sieben natürliche Möglichkeiten, solche Menschen genauer zu beschreiben. Du erfährst auch, wann eine Formulierung positiv klingt, wann sie kritisch wirken kann und wie du dein Urteil etwas vorsichtiger ausdrückst.


Kurz erklärt: Wie kann man den Charakter auf Deutsch beschreiben?


Statt nur „Er ist nett“ oder „Sie ist schwierig“ zu sagen, kannst du Eigenschaften miteinander verbinden:

  • „Er hat seine Ecken und Kanten, aber man kann sich auf ihn verlassen.“

  • „In großen Gruppen ist sie eher zurückhaltend. Wenn man sie besser kennt, ist sie aber sehr offen.“

  • „Sie kann manchmal streng sein, hat aber das Herz am rechten Fleck.“


Solche Sätze klingen natürlicher, weil sie zeigen, dass Menschen verschiedene Seiten haben.



Hör dir die Podcastfolge an


In der passenden Folge von „Uplevel Your German“ hörst du die Ausdrücke in kleinen Alltagsszenen. So kannst du nicht nur ihre Bedeutung lernen, sondern auch hören, wie sie im natürlichen Gespräch klingen.



Warum „nett“ oft nicht genug sagt


Das Wort „nett“ ist sehr praktisch. Es passt zu Menschen, Gesprächen, Wohnungen, Partys, Urlauben und sogar zu Restaurants:


„Das Restaurant war nett.“


Aber was bedeutet das genau? War das Essen gut? War der Kellner freundlich? Oder möchtest du nur höflich vermeiden zu sagen, dass du dort nie wieder essen möchtest?


Bei Menschen ist es ähnlich.


„Sie ist nett“ kann bedeuten, dass eine Person freundlich, angenehm, höflich oder hilfsbereit ist. Manchmal bedeutet es aber auch nur, dass dir nichts Genaueres einfällt.


Lernen wir deshalb drei Menschen kennen, die alle irgendwie nett sind. Aber eben nicht nur.



Thomas: direkt, schwierig und trotzdem verlässlich


Thomas arbeitet seit drei Wochen in einer Versicherung. Im ersten Teammeeting sieht er eine Präsentation mit 38 Folien.


Nach der fünften Folie sagt er:


„Ganz ehrlich: Wenn wir das alles zeigen, hört uns nach zehn Minuten niemand mehr zu.“


Na ja. Falsch war das wahrscheinlich nicht.


Johannes, der die Präsentation vorbereitet hatte, sieht trotzdem nicht besonders glücklich aus.

Nach dem Meeting setzt sich Thomas allerdings zu ihm und hilft ihm, die 38 Folien auf zwölf zu reduzieren.


Die Zusammenarbeit mit Thomas ist vielleicht nicht immer gemütlich. Langweilig wird sie vermutlich auch nicht.


1. Er hat Ecken und Kanten

Ein Mensch mit Ecken und Kanten ist nicht immer unkompliziert. Die Person hat eine klare Meinung, einen eigenen Charakter und passt sich nicht automatisch an das an, was andere erwarten.


„Mein Chef hat halt seine Ecken und Kanten. Aber er ist ehrlich, und man weiß bei ihm immer, woran man ist.“


Oder:

„Meine Tante hat schon ihre Ecken und Kanten. Manchmal kann sie wirklich anstrengend sein. Trotzdem mag ich sie sehr.“


Die Wörter halt und schon bedeuten hier ungefähr: So ist die Person nun einmal. Das gehört zu ihr.


Wenn du nur sagst: „Er ist schwierig“, ist das ein ziemlich klares negatives Urteil.

„Er hat Ecken und Kanten“ klingt differenzierter. Du sagst damit: Ja, dieser Mensch kann schwierig oder anstrengend sein. Aber er hat Persönlichkeit und zeigt sich so, wie er wirklich ist.


Du kannst auch sagen:

„Er ist ein Typ mit Ecken und Kanten.“


2. Er nimmt kein Blatt vor den Mund

Bei Thomas merkt man seine Ecken und Kanten besonders dann, wenn er seine Meinung sagt. Er sagt einfach, was er denkt. Ohne Filter.


Dazu passt:

„Er nimmt kein Blatt vor den Mund.“


Wer kein Blatt vor den Mund nimmt, spricht offen und direkt. Die Person versucht nicht, ihre Meinung besonders vorsichtig oder diplomatisch zu formulieren.


  • „Meine Kollegin nimmt kein Blatt vor den Mund. Wenn ihr etwas nicht gefällt, sagt sie es sofort.“

  • „Wenn du eine ehrliche Meinung hören möchtest, frag meinen Vater. Der nimmt bestimmt kein Blatt vor den Mund.“


Ob der Ausdruck positiv oder kritisch klingt, hängt stark vom Tonfall ab.


Du kannst anerkennend sagen:

„Ich mag, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt.“

Dann meinst du: Sie ist ehrlich. Bei ihr weißt du, woran du bist.


Du kannst aber auch leicht genervt sagen:

„Er nimmt ja wirklich kein Blatt vor den Mund.“


Durch das „ja wirklich“ hört man schon: Ein kleines Blatt vor dem Mund wäre manchmal vielleicht gar nicht so schlecht.


3. Auf ihn kann man sich verlassen

Thomas kritisiert zwar die Präsentation. Danach verschwindet er aber nicht mit einem Satz wie:

„So, mein Teil ist erledigt.“


Er hilft Johannes bei der Überarbeitung. Und wenn Thomas verspricht, etwas bis Freitag zu erledigen, dann ist es am Freitag auch erledigt.


Deshalb passt zu ihm:

„Auf ihn kann man sich verlassen.“


Wenn du dich auf jemanden verlassen kannst, hält die Person ihre Versprechen und ist da, wenn du sie brauchst.


  • „Auf meine Schwester kann ich mich immer verlassen.“

  • „Wenn Paul sagt, dass er dich vom Bahnhof abholt, dann kommt er auch. Auf ihn ist wirklich Verlass.“

  • „Bei wichtigen Projekten kann man sich auf Anna verlassen.“


Du kannst natürlich auch sagen:


„Thomas ist sehr zuverlässig.“


Oft passen beide Formulierungen. Trotzdem gibt es einen kleinen Unterschied.

Zuverlässig verwenden wir häufig, wenn jemand Aufgaben pünktlich und ordentlich erledigt:

„Wir brauchen für dieses Projekt einen zuverlässigen Partner.“


Auf jemanden kann man sich verlassen“ klingt oft persönlicher. Es geht nicht nur um eine Aufgabe. Es geht um Vertrauen.


Stell dir vor, dein Zug fällt spät am Abend aus. Du rufst eine Freundin an, und sie setzt sich tatsächlich sofort ins Auto, um dich abzuholen.


Dann sagst du wahrscheinlich:


„Auf sie kann ich mich einfach verlassen.“

Sie ist nicht nur zuverlässig. Sie ist für dich da, wenn wirklich etwas passiert.


Über Thomas können wir jetzt sagen:

„Er hat seine Ecken und Kanten und nimmt kein Blatt vor den Mund. Gleichzeitig kann man sich auf ihn verlassen.“


Das ist schon eine viel genauere Beschreibung als:

„Thomas ist nett.“



Miriam: ruhig in der Gruppe, offen im Gespräch

Du bist auf einer Geburtstagsfeier. Neben dir steht eine Frau, die du noch nie gesehen hast. Sie lächelt freundlich, spricht aber kaum.


Du möchtest sie in das Gespräch einbeziehen und stellst ihr eine Frage. Sie antwortet kurz.


Du stellst eine zweite Frage. Wieder kommt nur eine kurze Antwort.


Bei der dritten Frage hast du langsam das Gefühl, ein Interview zu führen.


Später trefft ihr euch zufällig in der Küche. Dort seid ihr nur zu zweit. Plötzlich erzählt sie von ihrer Familie, ihrer Arbeit und davon, wie sie vor einigen Monaten nach Deutschland gezogen ist.


Die Frau heißt Miriam. In großen Gruppen sagt sie nicht viel. Im Gespräch zu zweit wirkt sie völlig anders.


Ist Miriam nun offen oder nicht?


4. Sie ist ein offener Mensch

Ein offener Mensch spricht relativ frei über Gedanken, Gefühle oder persönliche Erfahrungen. Oft geht die Person auch leicht auf andere Menschen zu.

  • „Mit Anna kann man sehr gut reden. Sie ist ein offener Mensch.“

  • „Er spricht sehr offen über seine Erfahrungen in Deutschland.“


Offen kann also bedeuten, dass jemand leicht Kontakt aufnimmt. Es kann aber auch bedeuten, dass die Person gern über Persönliches spricht.


Daneben gibt es das Wort aufgeschlossen.


Offen und aufgeschlossen sind ähnlich, aber nicht ganz gleich.


Ein aufgeschlossener Mensch interessiert sich für neue Ideen, andere Lebensweisen und unbekannte Menschen.


„Sie ist neuen Ideen gegenüber sehr aufgeschlossen.“


Jemand kann offen über sein Privatleben sprechen und trotzdem keine große Lust auf neue Ideen haben. Umgekehrt kann eine Person sehr aufgeschlossen sein, aber nicht gern über persönliche Gefühle sprechen.


  • Offen bedeutet also eher: Jemand spricht frei oder geht leicht auf andere zu.

  • Aufgeschlossen bedeutet eher: Jemand ist neugierig auf Neues und bereit, andere Perspektiven kennenzulernen.


5. Sie ist eher zurückhaltend

Miriam erzählt in einer ruhigen Situation ganz offen von sich. In einer größeren Gruppe sagt sie aber wenig.


Deshalb können wir sagen:

„Sie ist eher zurückhaltend.“

E

ine zurückhaltende Person möchte nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern beobachtet vielleicht erst einmal, hört zu und braucht etwas Zeit.


„Meine Kusine war als Kind sehr zurückhaltend. Wenn sie andere Kinder getroffen hat, hat sie erst lange zugesehen, bevor sie mitgespielt hat.“


Oder:

„Unser neuer Kollege wirkt zunächst etwas zurückhaltend. Wenn man ihn besser kennt, ist er aber sehr lustig.“


„Sie ist zurückhaltend“ klingt wie eine feste Eigenschaft.

„Sie ist eher zurückhaltend“ klingt vorsichtiger. Du sagst damit: Das ist mein Eindruck, aber natürlich verhält sie sich nicht in jeder Situation gleich.


Über Miriam können wir also sagen:

„In größeren Gruppen ist sie eher zurückhaltend. Wenn man mit ihr allein spricht, ist sie aber sehr offen.“


Das ist ja auch kein Widerspruch. Menschen verhalten sich eben nicht in jeder Situation gleich.



Frau Berger: streng, aufmerksam und immer bereit zu helfen


Frau Berger wohnt seit über zwanzig Jahren in einem Mehrfamilienhaus. Sie weiß genau, wann die Mülltonnen geleert werden, welcher Nachbar seine Schuhe im Treppenhaus stehen lässt und wer die Haustür regelmäßig nicht richtig schließt.

Frau Berger hört vermutlich sogar von ihrer Wohnung aus, wenn jemand eine Glasflasche in die falsche Tonne wirft.


Wenn im Haus etwas nicht stimmt, schreibt sie sofort eine Nachricht in die WhatsApp-Gruppe:

„Bitte denken Sie daran, dass Fahrräder nicht im Hausflur stehen dürfen.“

Oder:

„Wer hat schon wieder den Biomüll in einer Plastiktüte entsorgt?“


Manche Nachbarn finden Frau Berger ein bisschen anstrengend.


Als ein neuer Nachbar einzieht, steht sie allerdings am nächsten Morgen mit Kaffee und einem Werkzeugkasten vor seiner Tür. Sie hilft ihm, die Lampen anzubringen, erklärt ihm die Mülltrennung und leiht ihm ihren Kellerraum, weil in seiner Wohnung noch überall Umzugskartons stehen.


Als der neue Nachbar einige Wochen später eine Geburtstagsfeier macht, sagt Frau Berger nur:

„Feiern Sie ruhig. Wenn es mir nach Mitternacht irgendwann zu laut wird, klopfe ich einfach mal.“


Und wenn sich ein Kind im Hof wehtut, kommt Frau Berger bestimmt im nächsten Moment mit Pflaster und Gummibärchen angelaufen.



6. Sie hat das Herz am rechten Fleck

Über Frau Berger können wir sagen:

„Sie hat das Herz am rechten Fleck.“


Wenn jemand das Herz am rechten Fleck hat, ist die Person im Grunde gut und meint es ehrlich mit anderen.


Sie wirkt vielleicht nicht immer besonders herzlich oder unkompliziert. Wenn es darauf ankommt, hilft sie aber und kümmert sich.

  • „Meine Tante kann manchmal ziemlich streng sein, aber sie hat das Herz am rechten Fleck.“

  • „Mein ehemaliger Chef war nicht immer einfach. Trotzdem hatte er wirklich das Herz am rechten Fleck.“


Dieser Ausdruck bedeutet nicht einfach nur, dass jemand nett ist. Er passt besonders gut, wenn eine Person auch Seiten hat, die ein bisschen schwierig sind.


Frau Berger schreibt strenge Nachrichten über die Biotonne. Wenn du krank bist, fragt sie aber, ob sie dir etwas aus der Apotheke mitbringen soll.


Das eine schließt das andere nicht aus.

Menschen können anstrengend und gleichzeitig herzlich sein. Genau diese Kombination beschreiben wir mit:

„Sie hat das Herz am rechten Fleck.“


7. Sie ist sehr hilfsbereit

Zu Frau Berger passt außerdem:

„Sie ist sehr hilfsbereit.“


Ein hilfsbereiter Mensch hilft anderen gern. Manchmal wartet die Person nicht einmal darauf, dass du ausdrücklich um Hilfe bittest.

  • „Die Kollegen waren unglaublich hilfsbereit, als ich neu in der Firma war.“

  • „Der Mitarbeiter am Informationsschalter war freundlich und hilfsbereit.“

  • „Unsere Nachbarin ist sehr hilfsbereit. Sie nimmt immer Pakete für uns an.“


Hilfsbereit ist eine positive Charakterbeschreibung.

Viele Deutschlerner verwechseln allerdings hilfsbereit und hilfreich.


  • Ein Mensch ist hilfsbereit.

  • Ein Tipp, eine Erklärung oder eine Information ist hilfreich.


Du bist neu in Deutschland und verstehst einen Brief vom Finanzamt nicht. Deine Kollegin nimmt sich Zeit und erklärt dir den Brief.


Dann kannst du sagen:

„Meine Kollegin war sehr hilfsbereit.“

Das bedeutet: Sie war bereit, dir zu helfen.


Und:

„Ihre Erklärung war sehr hilfreich.“

Das bedeutet: Die Erklärung hat dir konkret weitergeholfen.


Vielleicht hörst du auch einmal:

„Thomas war bei der Vorbereitung der Präsentation sehr hilfreich.“


Dann beschreibst du aber nicht seinen allgemeinen Charakter. Du meinst: In dieser konkreten Situation hat Thomas einen wichtigen Beitrag geleistet.


Wenn du seinen Charakter beschreiben möchtest, sagst du:

„Thomas ist sehr hilfsbereit.“



Wie kannst du Menschen beschreiben, ohne zu hart zu klingen?

Wenn wir über andere Menschen sprechen, möchten wir oft nicht so klingen, als hätten wir nach zwei Minuten schon ein endgültiges Urteil gefällt.


Dabei helfen kleine Wörter wie eher, etwas, manchmal, zunächst oder wirkt.

Statt:

„Sie ist zurückhaltend.“

kannst du sagen:

  • „Sie ist eher zurückhaltend.“

  • „Sie wirkt am Anfang etwas zurückhaltend.“

  • „In größeren Gruppen ist sie manchmal zurückhaltend.“


Statt:

„Er ist schwierig.“

klingt das hier vorsichtiger:

  • „Er hat schon seine Ecken und Kanten.“

  • „Er ist nicht immer ganz unkompliziert.“

  • „Man muss sich ein bisschen an seine direkte Art gewöhnen.“


Besonders natürlich wirken Beschreibungen, wenn du zwei Seiten miteinander verbindest:

  • „Sie ist eher zurückhaltend, aber sehr aufmerksam.“

  • „Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Gleichzeitig kann man sich auf ihn verlassen.“

  • „Sie kann manchmal streng sein. Trotzdem hat sie das Herz am rechten Fleck.“


So beschreibst du keinen einfachen Charaktertyp, sondern einen echten Menschen.



Die sieben Charakterbeschreibungen im Überblick

1. Er hat Ecken und Kanten.

Die Person ist nicht immer einfach, hat aber einen eigenen Charakter.

2. Er nimmt kein Blatt vor den Mund.

Die Person sagt offen und direkt, was sie denkt.

3. Auf ihn kann man sich verlassen.

Die Person hält ihre Versprechen und ist da, wenn man sie braucht.

4. Sie ist ein offener Mensch.

Die Person geht leicht auf andere zu oder spricht offen über sich.

5. Sie ist eher zurückhaltend.

Die Person drängt sich nicht in den Vordergrund und braucht vielleicht etwas Zeit.

6. Sie hat das Herz am rechten Fleck.

Die Person meint es ehrlich gut, auch wenn sie nicht immer unkompliziert wirkt.

7. Sie ist sehr hilfsbereit.

Die Person hilft anderen gern.


Und merke dir:

  • Ein Mensch ist hilfsbereit.

  • Ein Tipp, eine Erklärung oder eine Information ist hilfreich.


Mini-Übung: Welche Beschreibung passt?




So benutzt du die Ausdrücke selbst


Denke an einen Menschen aus deinem Alltag: einen Kollegen, eine Nachbarin, einen Freund oder jemanden aus deiner Familie.


Versuche, die Person nicht nur mit einem Adjektiv zu beschreiben. Verbinde zwei oder drei Beobachtungen:

„Mein Kollege hat schon seine Ecken und Kanten und nimmt manchmal kein Blatt vor den Mund. Gleichzeitig ist er sehr hilfsbereit, und bei wichtigen Aufgaben kann man sich auf ihn verlassen.“


Oder:

Meine Nachbarin wirkt am Anfang etwas zurückhaltend. Wenn man sie besser kennt, ist sie aber sehr offen und herzlich.“


Du musst dabei nicht sofort den perfekten Ausdruck finden. Beginne mit einer einfachen Beschreibung und ergänze dann eine zweite Seite der Person.


Aus „Er ist nett“ wird zum Beispiel:

„Er ist sehr direkt, aber man kann sich auf ihn verlassen.“


Damit kann sich dein Gesprächspartner schon viel mehr vorstellen.



FAQ: Charakter auf Deutsch beschreiben

Was bedeutet „Ecken und Kanten haben“?

Der Ausdruck bedeutet, dass eine Person nicht immer unkompliziert ist, aber einen eigenen Charakter und klare Meinungen hat. Er klingt leicht kritisch, enthält meistens aber auch Anerkennung.

Ein offener Mensch spricht frei über sich oder nimmt leicht Kontakt auf. Ein aufgeschlossener Mensch interessiert sich für neue Ideen, Menschen und Lebensweisen.

Eine Person ist hilfsbereit, wenn sie anderen gern hilft. Eine Erklärung, Information oder Methode ist hilfreich, wenn sie ein Problem löst oder dir konkret weiterhilft.

Verwende Wörter wie „eher“, „etwas“, „manchmal“, „zunächst“ oder „wirkt“. Statt „Er ist schwierig“ kannst du zum Beispiel sagen: „Er hat schon seine Ecken und Kanten.“


Menschen sind selten nur nett

Kommen wir noch einmal zum Gespräch vom Anfang zurück.

„Und? Wie ist dein neuer Kollege?“


Statt nur zu antworten:

„Er ist nett“,


könntest du jetzt sagen:

„Also, er hat schon seine Ecken und Kanten und nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund. Am Anfang fand ich ihn ehrlich gesagt ein bisschen schwierig. Aber er ist sehr hilfsbereit, und man kann sich echt auf ihn verlassen.“


Jetzt kann man sich Thomas schon ziemlich gut vorstellen.


Im CharLingua Sprachclub sprechen wir jede Woche über echte Alltagsthemen und üben, solche Formulierungen selbst zu benutzen. Im Podcast kannst du sie hören und verstehen. Im Sprachclub trainierst du, sie spontan im Gespräch zu verwenden, damit sie dir auch dann einfallen, wenn du sie wirklich brauchst.


Du kannst mit einer Testwoche beginnen. Alle Informationen findest du auf charlingua.de/sprachclub.

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Hallo, ich bin Charlotte von Strotha!

 

Ich bin zertifizierte Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache und unterrichte seit 2015 erwachsene Deutschlerner aus aller Welt.

Auf CharLingua erkläre ich Deutsch so, wie du es im Alltag wirklich hörst und brauchst – beim Smalltalk, im Beruf oder im Gespräch mit Nachbarn und Freunden.

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Ich bin Charlotte, deutsche Muttersprachlerin und zertifizierte Deutschlehrerin. Ich helfe Deutschlernern aus der ganzen Welt, selbstbewusst und fließend Deutsch zu sprechen.

 

Mehr als 380.000 Schüler aus aller Welt haben bei mir bereits im Privatunterricht, im Sprachclub, in Onlinekursen, in Gruppenkursen sowie auf Instagram, Facebook und durch meinen beliebten wöchentlichen Podcast "Uplevel Your German" Deutsch gelernt oder ihre Sprachkenntnisse verbessert.

 

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Charlotte von Strotha, Gründerin von CharLingua
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